Auszug aus dem Buch «Das Studium der Zehn Sefirot» von Y.Aschlag

Auszug aus dem Werk von Yehuda Aschlag (Baal Sulam) «Das Studium der Zehn Sefirot». Das Verständnis des Buches basiert ausschliesslich auf einer Empfindung (6ter Sinnesorgan). Der gewönliche Verstand hilft hier leider nicht, nur durch eine Veränderung sich selbst, lässt sich die höhere Welt wahrnehmen. Genau genommen werden an der Stelle die Sätze von Isaak Luria (Ari) aus dem Buch «Baum des Lebens» aus dem XVI-Jh. zittiert, die von Rav Yehuda Aschlag in einem 6-Bändigen Werk TES («Das Studium der Zehn Sefirot») ausführlich kommentiert werden.
«1) Und diese Kav1 (wörtl. die Linie) gleicht einem3 dünnen Rohr2. In ihr breiten sich Wässer des höheren Lichtes der Unendlichkeit4 aus und gehen zu den Welten hindurch, die sich anstelle dieser Luft und des Raumes befinden.

Antwort des Kabbalisten Dr. M. Laitman: Die Kabbalah war niemals und in keiner Weise mit jeglichen mystischen, religiösen, „spirituellen« Bewegungen verbunden, weil sie eine Wissenschaft über die Natur der höheren Welt ist, die sich im Maße der Entwicklung im Menschen eines sechsten Sinnesorgans - des Schirms offenbart. Das Mittel der Erforschung ist der Schirm. Die Methodik der Erforschung ist die Wissenschaft der Kabbalah. Das untersuchte Objekt ist der Schöpfer oder die höhere Welt, was das Gleiche ist. Die Wahrnehmung des Schöpfers bezeichnen wir als die Empfindung der höheren Welt oder auch als Welten, spirituelle Stufen - Grade der Wahrnehmung des Schöpfers. Oder noch genauer: überhaupt alles, was wir verspüren, ist nichts anderes als die Wahrnehmung des Schöpfers in unserem Kli - dem Willen. Sogar bevor der Mensch einen Schirm erlangt, nimmt er den Schöpfer in Gestalt dieser Welt wahr. Daher wird eine solche Empfindung als „verhüllt« bezeichnet.
Antwort des Kabbalisten Dr. M. Laitman: Die Geburt und der Tod unseres Körpers sind nicht mehr als seine biologischen Zustände. Natürlich sterben bei dem Tod des Körpers seine fünf Sinnesorgane gemeinsam mit ihm, und es verschwindet die Empfindung „dieser Welt«. Ursprünglich existiert zwar das sechste Sinnesorgan in jedem von uns, auch im Leben eines gewöhnlichen Menschen, aber es existiert bloß in Form eines „Punktes«, in einem rudimentären Zustand (nur in Form eines Reschimo), ohne etwas in sich zu empfinden. Nach dem Tod des Körpers, sobald die Wahrnehmung in den fünf Sinnesorganen schwindet, sichert der Punkt des sechsten Sinnes die Empfindung des Befindens in der Wurzel, im Schöpfer, bis zu ihrer nächsten Einhüllung in einen biologischen Körper mit seinen fünf Sinnesorganen- der nächsten Geburt in dieser Welt. Wenn aber der Mensch im Laufe seines Lebens das sechste Sinnesorgan entwickelt, beginnt er bereits während seines Lebens, die höhere Welt darin wahrzunehmen, und identifiziert sich soweit damit, dass der Tod des Körpers von ihm lediglich als Verschwinden aus seiner Empfindung eines unbedeutenden Satzes an niedriger Information wahrgenommen wird. Die spirituelle Entwicklung ist sowohl im Körper, als auch außerhalb von ihm möglich. Hölle und Paradies sind Zustände, die von demjenigen empfunden werden, der den Schöpfer erkennt: Hölle - völlige Entfernung vom Schöpfer, und Paradies - völlige Verschmelzung mit dem Schöpfer.


